Was du vor deiner Photovoltaikanlage wissen solltest
Die Fragen, die uns Hausbesitzer aus Buchholz und der Nordheide am häufigsten stellen. Ehrlich beantwortet, ohne Verkaufsgerede.
Was kostet eine Photovoltaikanlage?
Eine seriöse Zahl kann dir niemand nennen, der dein Dach nicht gesehen hat. Der Preis hängt an der Dachfläche, der Ausrichtung, der Eindeckung, der Anzahl der Dachflächen, der Länge der Leitungswege bis zum Zählerschrank — und daran, ob Speicher oder Wallbox dazukommen.
Deshalb arbeiten wir zweistufig: Der Angebotsrechner gibt dir in rund zwei Minuten dein PV-Angebot, genug um einzuschätzen, ob sich das Thema lohnt. Das verbindliche Angebot kommt nach dem Vor-Ort-Termin. Wer dir ohne Dachbesichtigung einen Festpreis nennt, kalkuliert einen Puffer ein — und den bezahlst du.
Wie groß muss meine Anlage sein?
Ausgangspunkt ist dein Jahresverbrauch — den findest du auf der letzten Stromrechnung. Ein Vierpersonenhaushalt liegt typischerweise bei 4.000 bis 5.000 kWh.
Wichtiger als der heutige Verbrauch ist der von übermorgen. Eine Anlage baut man für zwanzig Jahre und länger:
- Elektroauto: rund 2.000 kWh zusätzlich pro Jahr
- Wärmepumpe: rund 5.000 kWh
- Pool oder Sauna: rund 1.500 kWh
- Familienzuwachs: rund 1.000 kWh
- Klimaanlage: rund 400 kWh
- E-Bike: rund 150 kWh
Unser Rat: Plane die Reserve gleich mit ein. Module nachträglich zu ergänzen ist deutlich teurer — Gerüst, Anfahrt und Anmeldung fallen dann ein zweites Mal an.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Ohne Speicher nutzt ein normaler Haushalt grob ein Drittel seines Solarstroms selbst — der Rest fließt ins Netz, weil die Sonne mittags scheint und du abends kochst. Ein Speicher verschiebt diesen Anteil deutlich nach oben.
Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viel Strom du abends und nachts brauchst. Bei Haushalten mit Elektroauto oder Wärmepumpe ist die Antwort fast immer ja. Bei zwei Personen, die tagsüber arbeiten, lohnt sich das Nachrechnen. Wir sagen dir beim Termin ehrlich, wenn ein Speicher bei dir nicht der beste nächste Euro ist.
Wie läuft das bei uns ab?
- Anfrage und Vor-Ort-Termin. Wir sehen uns Dach, Zählerschrank und Leitungswege an und machen die Baubarkeitsprüfung. Erst danach steht fest, was geht und was es kostet.
- Installation. Montage, Zählertausch, Inbetriebnahme und eine Einweisung in Anlage und Hersteller-App.
- Anmeldung. Netzbetreiber und Marktstammdatenregister übernehmen wir.
- Eigener Strom. Ab der Inbetriebnahme produzierst du selbst.
Was passiert mit dem Strom, den ich nicht verbrauche?
Überschüssiger Strom geht ins öffentliche Netz und wird vom Netzbetreiber vergütet. Die Höhe richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und ist ab dann zwanzig Jahre festgeschrieben. Weil sich die Sätze regelmäßig ändern, nennen wir dir den gültigen Wert im Angebot statt hier eine Zahl, die morgen veraltet ist.
Was ist mit Garantie und Wartung?
Auf Module, Wechselrichter, Batteriespeicher und Wallbox gibt es bis zu 20 Jahre Herstellergarantie — die genaue Laufzeit hängt an der Komponente und steht in deinem Angebot.
Deine Anlage meldet sich per Fernwartung selbst, wenn etwas nicht stimmt. Defekte erkennen wir dadurch meist, bevor du sie bemerkst.
Wo seid ihr unterwegs?
Wir sitzen in der Bremer Straße in Buchholz in der Nordheide und arbeiten im Umkreis — Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Wenn du unsicher bist, ob dein Ort dazugehört: kurz anrufen, das ist in einer Minute geklärt.
Checkliste: Angebote richtig vergleichen
Hol dir mehrere Angebote — das ist dein gutes Recht und wir haben nichts dagegen. Diese acht Punkte trennen ein sauberes Angebot von einem, bei dem später Kosten nachkommen. Hak sie beim Lesen einfach ab.
Drei Fehler, die wir immer wieder sehen
- Die Anlage wird auf den heutigen Verbrauch geplant. Wärmepumpe, Elektroauto oder Nachwuchs kommen später — und dann ist das Dach schon voll. Nachrüsten kostet Gerüst, Anfahrt und Anmeldung ein zweites Mal.
- Der Speicher wird gekauft, bevor jemand den Verbrauch angesehen hat. Ein Speicher rechnet sich über das, was du abends und nachts ziehst. Wer das nicht kennt, kauft nach Gefühl.
- Unterschrift ohne Dachbesichtigung. Das Angebot wirkt günstig, bis beim Aufbau auffällt, dass der Zählerschrank nicht reicht oder der Kabelweg dreimal so lang ist wie gedacht.
